Jan Johansson (Piano)

Jan Johansson - Die Geburt des schwedischen Jazz E-Mail

Vor knapp 50 Jahren erschien Jazz pa svenska, jene Platte des Pianisten Jan Johansson, die zusammen mit Bengt-Arne Wallins ein Jahr zuvor erschienenem Album Old Folklore In Swedish Modern die Geburt des schwedischen Jazz einläutete. Johanssons Album ist immer noch die meistverkaufte Jazzplatte in Schweden und genießt auch in Resteuropa einen Ruf wie Donnerhall - obwohl sie über lange Jahre nicht lieferbar war. Von Rolf Thomas

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Das ändert sich jetzt, gerade rechtzeitig zu Johanssons 80. Geburtstag am 16. September.

Orte
Jan Johansson wurde 1931 in Södermalm geboren und widmete sich mit Anfang 20 nach einem kurzen Ausflug in die Elektrotechnik ganz der Musik. Nachdem er sich in schwedischen Bands einen Namen gemacht hatte, begleitete er von 1958 bis 1960 Stan Getz und parallel dazu in der Hausband des Kopenhagener Jazzclubs Montmartre, in der auch Bassist Oscar Pettiford spielte, weitere US-Stars auf der Durchreise. Schließlich machte er sogar Eindruck auf Norman Granz, der ihn als einzigen Europäer zu »Jazz at the Philharmonics« einlud. Im Februar 1962 nahm er schließlich zusammen mit dem Bassisten Georg Riedel die Tracks auf, die die Grundlage des ein Jahr später erscheinenden Albums Jazz pa svenska bilden sollten. Riedel wurde 1934 im tschechischen Karlsbad geboren. Vier Jahre später flüchtete seine Familie vor den Nazis nach Stockholm, wo er Cello und Kontrabass studierte. Riedel, der immer noch in Stockholm lebt, erinnert sich noch gut an die Aufnahmen zu Jazz pa svenska: »Jan und ich hatten überhaupt nicht das Gefühl, etwas Besonderes zu machen. Im Gegenteil - Jan war sehr unsicher und hat viele Musiker gefragt, was sie von seinem Ansatz halten.«
Die sechs Stücke, die im Februar 1962 in Stockholm entstanden, befassten sich nämlich mit skandinavischen Volksliedern – bis dahin war bei schwedischen Jazzmusikern eine schlichte Anlehnung an die amerikanischen Vorbilder üblich gewesen. Zwei weitere Sessions folgten, so dass auf Jazz pa svenska schließlich zwölf Stücke enthalten waren. Die jetzt erscheinende CD-Ausgabe enthält außerdem noch vier bislang unveröffentlichte Bonus-Tracks aus den Sessions. Die Stücke basierten mal auf Tanzliedern, bezogen sich auf legendär gewordene Musiker wie Larshöga Jonke und Höök Olle oder auf bestimmte Orte und Landstriche in Schweden. Johanssons Spezialität ist dabei ein federleichter, aber mit unglaublicher Autorität ausgestatteter Anschlag, der erkennen lässt, das sich der Pianist lange mit Bach und der Kreation von modalen Klangräumen beschäftigt hat, die Ähnlichkeiten zu der Musik des Klarinettisten Jimmy Giuffre erkennen lassen, der Ähnliches für die amerikanische Volksmusik versuchte.
Die Platte wurde ein ungeheurer Erfolg - bis heute verkaufte sie sich allein in Schweden (bei acht Millionen Einwohnern) über eine Million Mal und machte Johansson in Skandinavien zu einem der beliebtesten Jazzmusiker der sechziger Jahre. Bis zu seinem tragischen Unfalltod am 9. November 1968 nahm er mehr als zwanzig Platten unter eigenem Namen auf. Eine davon, Jazz pa ryska (1967), wird jetzt, ebenfalls mit Bonusmaterial angereichert, auch wiederveröffentlicht. Hier wandte sich Johansson russischen Melodien zu, zum Team Riedel/Johansson gesellten sich diesmal Schlagzeuger Egil Johansen, Saxofonist Lennart Aberg, Klarinettist Arne Domnerus und Trompeter Bo Broberg. »Johansson hat früher oft in der Band von Arne Domnerus gespielt«, erinnert sich Georg Riedel. »So haben wir uns überhaupt kennen gelernt - bei Jazzaufnahmen. Aber die Musikwelt in Schweden ist nicht groß, Johansson war in Göteborg, ich in Stockholm, es war klar, dass wir uns eines Tages über den Weg laufen würden.«

Pippi
Riedel war Johanssons bevorzugter Bassist und spielte von 1964 bis 1968 fast ständig mit ihm zusammen, was auch auf der dritten in diesen Tagen erscheinenden Johansson-CD deutlich wird, dem Album In Hamburg, das bislang unveröffentlichtes Material enthält, das beim NDR in Hamburg entstanden ist. Doch von mythischer Überhöhung möchte der höchst agile 77-Jährige nichts wissen. »Jan hat auch mit anderen Bassisten gespielt«, sagt er lapidar, »aber wir waren gute Freunde.«
Auf In Hamburg gibt es ein Wiederhören mit den Duostücken »Visa fran Utanmyra« und »Emigrantvisa« von Jazz pa svenska, die Platte enthält aber auch Standards wie »Yesterdays« mit einer 10-köpfigen Band (zu der auch Bengt-Arne Wallin gehört) sowie das von Riedel verfasste »Sommar adjö«. »Das haben wir damals oft im Trio gespielt«, erzählt Riedel. »Aber die Arbeit beim NDR war für uns sehr wichtig. Wir haben regelmäßig ein-, zweimal im Jahr dort etwas eingespielt. Ich glaube, dass nicht zuletzt deswegen schwedischer Jazz zu dieser Zeit sehr bekannt in Deutschland war.« Kurz vor seinem Tod hat Jan Johansson noch eine Melodie geschrieben, die um die Welt gegangen ist - die Titelmelodie zu den Pippi-Langstrumpf-Verfilmungen. Aufnehmen konnte sie Johansson leider nicht mehr, und so ist auf In Hamburg eine Fassung zu hören, die Georg Riedel mit Arne Domnerus und dem Gitarristen Rune Gustafsson 1973 in Hamburg aufgenommen hat. »Weder Jan noch ich hatten uns vorher mit Musik für Kinder beschäftigt«, erzählt Georg Riedel. »Ein Demo mit der Melodie von ›Här kommer Pippi Langstrump‹ war alles, was wir nach seinem Unfall hatten.« Riedel hat die Zusammenarbeit mit Astrid Lindgren bis in die 80er Jahre weitergeführt.
Johanssons bleibende Leistung für den Jazz ist die Emanzipation des skandinavischen Jazz. Musiker wie Esbjörn Svensson, Bobo Stenson oder Bugge Wesseltoft standen und stehen in seiner Schuld. Was für ein überragender Pianist er war, wird auf den drei CDs ebenfalls deutlich. »Er hat das klassische Repertoire ziemlich gut gekannt«, weiß Georg Riedel. »Im persönlichen Umgang war ein äußerst bescheidener Mensch, aber musikalisch hatte er absolute Autorität. Seine Musik war unglaublich originell und trotzdem nah am Jazz.« Die von den Söhnen Jan Johanssons für die Wiederveröffentlichung betreuten Alben bieten außerdem umfangreiche mp3-Archive als Bonus, die die vollständigen Studioaufnahmen einschließlich aller Kommentare während der Sessions enthalten. (Quelle: Jazzthetik 09/2011)

Fast alle CDs sind auf dem Schwedischen Label Heptagon erschienen und über den p.p.studio Spezialitäten Importdienst erhältlich.     

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